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NFTs: Sammel-Hype auf der Blockchain

Aktualisiert: 12. Nov. 2021

Das Kryptouniversum hat eine neue Anlageklasse geschaffen: Non-fungible Token, digitale Echtheitszertifikate, sind die ersten Unikate des Internets. Wer geschickt einkauft, kann auf hohe Renditen spekulieren.


Aktuell erlebt die Finanzwelt den nächsten Hype. Unter Krypto-Anlegern hat er bereits 2018 gewaltige Begeisterung ausgelöst, seit Frühjahr werden auf speziellen Online-Marktplätzen und Krypto-Börsen hohe Erlöse erzielt: Die Rede ist von sogenannten Non-Fungible-Token, kurz NFTs.

69 Millionen US-Dollar für eine Digital-Collage, 2,5 Millionen Dollar für einen Tweet und 1,6 Millionen Dollar für ein virtuelles Stück Land – das sind aktuelle Auktionspreise für derartige NFTs. Die Abkürzung steht für Non-Fungible Token und bedeutet so viel wie nicht-austauschbare Wertmarke.


Aber warum werden derartige Rekordsummen für Bytes und Bits bezahlt?


NFTs sind keine einfachen Digitaldateien wie MP3-Songs oder JPEG-Fotos. Ein NFT kann nicht einfach per Mausklick beliebig oft kopiert, versendet oder heruntergeladen werden. Anders als ein fungibler, also austauschbarer, Token wie etwa eine Einheit einer Kryptowährung oder eine 1-Euro- oder 1-Dollarmünze, die jeweils gegen eine andere Münze desselben Wertes getauscht werden kann, ohne dass sich ihr Wert dabei ändert, ist jeder NFT einzigartig. Er kann nicht durch einen anderen Token ersetzt werden. In der analogen Welt wäre ein NFT zum Beispiel vergleichbar mit einem Originalgemälde. Zwar kann man das Bild fotografieren und ausdrucken oder ein Poster davon im Museumsladen kaufen – mitunter sieht die Kopie dem echten Bild sogar zum Verwechseln ähnlich. Aber: Nichts, keine Kopie, keine Fotografie hat denselben Wert wie das echte Gemälde. Im Umkehrschluss bedeutet das: NFTs sind die ersten Unikate des Internets – und das macht sie wertvoll.


Und warum gibt es digitale Originale erst jetzt?


Möglich macht es die Blockchain-Technologie. Sie verwandelt die Blockchain digitale Dateien in fälschungssichere Sammlerstücke – und gibt ihnen so erstmals einen inhärenten Wert. Das Prinzip dahinter funktioniert so: Die Blockchain schreibt jedem Gut eine eindeutige Kennung zu, indem sie es wie eine Münze mit einer einzigartigen Token-Nummer prägt. Zugleich kann jeder einsehen, wer die Rechte an den jeweiligen Inhalten besitzt. Die Prägungsnummer sowie alle anderen Informationen über das virtuelle Objekt wie Ersteller, Käufer- und Verkaufshistorie sind dann für immer auf der Blockchain gespeichert – die unzähligen Rechner, die alle dezentral also vollkommen unabhängig für sie arbeiten, haben die Infos sozusagen für immer in ihren Rechenblöcken eingeschlossen. Dieser dezentralisierte Prozess verhindert, dass diese Informationen verfälscht werden und jede weitere Nutzung der Inhalte ist vom Besitzer kontrolliert.


Und wie kann man damit Geld verdienen?


Auf eigenen NFT-Marktplätzen wie Opensea oder Rarible erstellen und handeln die Krypto-Sammler ihre digitalen Besitztümer online. Dort können sie ihre nicht-fungiblen Vermögenswerte, also ihre NFTs, beispielsweise digitale Kunst oder virtuelle Fußballkarten oder gegen ihre fungiblen Vermögenswerte, meist gegen Echtgeld in Form von Euro oder Dollar oder gegen Kryptowährung eintauschen.


Viele Händler hoffen auf hohe Wertzuwächse: Wie physische Sammlerstücke erzielen NFTs zwar keine laufenden Erträge, können Anlegern aber als Investitionsobjekt dienen, wenn sie ihre Token teurer weiterverkaufen als sie diese eingekauft haben.( Siehe dazu u.a. Tina Zeinlinger in der Wirtschaftswoche).


Doch Vorsicht: Ob das klappt, darauf lässt sich derzeit nur spekulieren. Der Markt ist noch jung, das heißt es gibt noch kaum Transaktionen anhand derer man abschätzen kann, wie sich der Wert von NFTs in Zukunft entwickelt. Außerdem ist der ausbezahlte Preis in Euro zumeist von der Kursentwicklung der Währung jener Blockchain abhängig, die den NFT geschaffen hat. In den meisten Fällen ist das die Ethereum-Blockchain, die zugehörige Kryptowährung heißt Ethers – und die ist wie die meisten Kryptowährungen sehr volatil. Mehr als ein Viertel Wertgewinn oder -verlust innerhalb eines Tages sind keine Seltenheit. Für Anleger bedeutet das: Wer einen seltenen NFT besitzt, kann in Online-Auktionen gigantische Gewinne erzielen - geht aber gleichzeitig ein hohes Risiko ein.


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In unserem Forum* erfährst du welche NFTs besonders wertvoll sind. Und krypto-affine Kreative finden einen Leitfaden, wie man in sechs Schritten seinen eigenen NFT erstellen kann und - mit etwas Glück - teuer weiterverkaufen kann.



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