Steigt Bitcoin auf 100.000 Dollar?

Aktualisiert: 5. Feb. 2021

Der Bitcoin hat sich charttechnisch zum Ende des Jahres 2020 auf unbekanntes Terrain begeben. Damit ist sogar ein Kurs von 100.000 Dollar nicht unwahrscheinlich.


Der Bitcoin hat sich zum Jahresende in vorher noch nicht gesehene Kurshöhen bewegt und in der Spitze sogar schon einen Kurs über 28.000 Dollar erreicht. Damit bestätigt sich ein Verlauf analog zum Kursverlauf von Bitcoin nach den drei bisherigen Halving-Events. (z.B. als im April der Bitcoin bei 6.700 Dollar stand, und Ende Dezenber 2020 – 8 Monate später - das Vierfache davon). Damit bestätigt sich, dass unabhängig von den unvorhersehbaren kurzfristigen Kursschwankungen die langfristige Entwicklung vorhersehbar ist, da dass härteste Geld der Welt in Zeiten der immer weicher werdenden Hartwährungen eigentlich nur steigen kann. Deutlich werden diese Ähnlichkeiten in den Kursverläufen vor und nach den Halving-Events, wenn man den Bitcoin-Chart in seiner logarithmischen Abbildung betrachtet. Denn diese Abbildung macht die prozentualen Kursanstiege, unabhängig vom absoluten Kursniveau, direkt vergleichbar.


Die Bitcoin-Entwicklung scheint sich zu wiederholen. Nach dem Ausbruch über die alten Höchststände von Ende 2017 hat der Kursverlauf einen stark parabolischen Verlauf angenommen. Allerdings erscheint der Anstieg zuletzt zu steil, so dass kurzfristig immer wieder mit stärkeren Korrekturen gerechnet werden muss. Auf diese sollten langfristig orientierte Investoren allerdings nicht spekulieren, sondern ihre Positionen einfach durchhalten. Auch nach dem 2. Halving gab es heftige Korrekturen, die in der logarithmischen Skala vergleichsweise harmlos aussehen.


Im Chart sind einmal die heftigsten Kurseinbrüche mit prozentualen Rückgängen von 35 – 40% eingetragen. Nach den jüngsten Kursanstiegen wäre zum Jahresende eigentlich ein solcher Rückschlag zu erwarten. Bei der derzeitigen Dynamik würde aber auch nicht überraschen, wenn er erst auf einem noch höheren Kursniveau kommt. Aber er kommt, denn nach einem solchen Parabelflug muss über kurz oder lang neuer Treibstoff getankt werden. Die langfristig orientierten Investoren soll und wird das nicht abschrecken. Denn wenn sich die Geschichte wirklich wiederholt, wären selbst die im Chart eingezeichneten 100.000 Dollar bis zum Jahresende 2021 noch eher ein konservatives Kursziel.

Nimmt der Bitcoin weiter den gleichen Verlauf wie beim letzten Mal, kann er auch noch deutlich darüber hinausschießen, wie ein Blick auf den Chart zeigt.



Fundamental lässt sich diese Entwicklung begründen. Der Bitcoin steht als absolut nicht inflationierbares Investment wie ein Fels in der Brandung der von den Zentralbanken seit langem verursachten Geldschwemme. Nach den Privatanlegern haben das – auch im Zuge staatlichen Regulierungsmaßnahmen – im vergangenen Jahr verstärkt Großinvestoren und Institutionelle entdeckt.

Die Zentralbanken haben den Leitzins auf Null oder sogar in den negativen Bereich getrieben. Das hat zu ganz neuen Geschäftsmodellen geführt: So begibt beispielsweise das Unternehmen MicroStrategy Anleihen mit Minizinsen und kauft von den Einnahmen Bitcoin, was wie ein Angriff auf die Zentralbanken gesehen werden kann. MicroStrategy hat bereits 70.000 Bitcoin im aktuellen Wert von über 1,8 Milliarden Dollar im Besitz. Gerade hat der CEO von MicroStrategy, Michael Saylor, öffentlich Tesla-Chef Elon Musk aufgefordert, es ihm gleichzutun. Und Elon Musk scheint laut einem Tweet nicht abgeneigt. Was dann passieren würde, ist klar: Der Bitcoinkurs würde noch einmal einen Satz nach oben machen. Wenn die Protagonisten dann mal einen Teil der Positionen mit dickem Gewinn verkaufen würden, käme es zu kräftigen Rücksetzern auf dem weiteren Weg nach oben. Verdenken könnte man es ihnen nicht.


Aber was denkt ihr? Bitcoin bei 40 000, 100 000 oder sogar noch mehr? Oder viel weniger? Ich freue mich auf eure Prognose für 2021!

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